Einmal ist kein Mal

Aller guten Dinge sind Drei!

Das gilt auch als Mindeststandard zum Bekanntmachen einer Marke, eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Geschäftes. Erst wenn man auf eine Marke oder einen Namen das dritte Mal kurz hintereinander stößt, landet Marke bzw. Name im Kopf, wird interessant.

Deshalb bleibt eine isolierte Werbe- oder PR-Aktion oft ohne Effekt.

Ich empfehle meinen Kunden gestaffelte Aktionen aus Pressearbeit, Nachrichten im Internet, Flyer und sonstige Imagearbeit im signifikanten Kundenumfeld. Es müssen ja nicht so aufwändige und teure Aktionen sein wie bei der Einführung von Internetprovider Alice, Wäschehersteller Bruno Banani oder der Einführungsaktion des 2006er Opel Corsa mit der Puppen-Band C.M.O.N.S

Wie entstehen Markennamen? (2)

Manchmal tauchen im Markt auch eher belustigende Sachen auf. Sprichwörtlich im Markt erschien dieser Tage die Wurst „Black Puty“ vom Hersteller Wiesenhof. Diesem Namen kann ich leider keine Sympathie abgewinnen, auch wenn ich ansonsten Putenwurst gegenüber durchaus aufgeschlossen bin.

Anderer Fall: MAN hat gerade einen Luxusbus kreiert, in dem künftig die ersten Mannschaften der Fußball-Bundesliga zu ihren Spielen kutschiert werden sollen. Dieser MAN wird am Wochenende auf der IAA in Hannover vorgestellt und rollt dann für Bayern München, den HSV, Borussia Dortmund, den VfL Wolfsburg und den 1. FC Kaiserslautern. Das Luxusgefährt sollte baldmöglichst einen Namen bekommen. Sachdienliche Hinweise erbeten an die Agentur Junipergroup aus Berlin. Mir fällt da nur etwa völlig naheliegendes ein: MAN-schaftsbus. Oder ist das abwegig?

Wie entstehen Markennamen?

Neugierige Fragen ranken sich immer wieder um die Entstehung von Markennamen. Wie es zu Persil (Kombination aus Perborat und Silikat) oder Snickers (nach dem Lieblingspferd der Familie Mars), Aspirin (nach dem lateinischen Namen für „Echtes Mädesüß“ „Spire“) oder Nivea (latein. Adjektiv zu niveus zu nix, nivis „Schnee“) kam, kann man bei Wikipedia nachlesen, wo ich auch für diese Beispiele nachgeschlagen habe: www.wikipedia.de

Häufig werden Produktnamen aus gängigen und zeitgemäßen weiblichen Vornamen gebildet und das quasi für jede Produktkategorie, die man sich vorstellen kann, vom Parfum zum Toilettenpapier, vom Feingebäck zum Gartenstuhl. Martin Rathscheck hat Produkte mit internationalen weiblichen Vornamen zusammen mit Silke Kramer gesammelt und auf der Website www.damennamen.de veröffentlicht. Schauen Sie selbst, was es da alles gibt.

Selten gibt es existierende Frauen, die Namenspaten für Produkte waren, wie es etwa bei Melitta Bentz oder Mercedes Jellinek der Fall war.

Sollten Sie selbst mal einen Namen für ein Produkt oder eine Dienstleistung benötigen, bitten Sie den Autor dieses Blogs um Unterstützung. Meinen ersten Markennamen habe ich bereits 1979 erfunden mit „Rüssel-Rock“, ein Umsonst-und-draußen-Festival, das von 1979 an zehn Mal an den Rüsselsheimer Mainwiesen stattgefunden hat.

Werbeverzicht zieht Marken nach unten

Sie erinnern sich an die „vergleichende Werbung“, die uns Renault in den letzten Jahren präsentiert hat: Bei Crashtests wurde die französische Weißbrotstange mit deutscher Weißwurst und japanischem Sushi verglichen, indem man die Esswaren einfach gegen eine Wand krachen ließ. (http://www.youtube.com/watch?v=jrcAuoMNAHY)

Das Baguette schnitt dabei gut ab und brachte der Automarke Sympathien ein. Inzwischen sind diese Werbefilmchen eingestellt worden. Welche Wirkung hat das für den Franzosen gebracht? Die Zulassungszahlen sind – nicht nur wegen des Abschlusses der Abwrackprämie – dramatisch zurückgegangen.

Für Insider ein Zeichen dafür, dass Werbung erforderlich ist und nötig ist, einen einmal erreichten Level an Bekanntheitsgrad beizubehalten. Mag sein, dass Renault am falschen Punkt gespart hat.