Der Kampf gegen Schreibblockaden

Irgendwann wollen die Worte nicht kommen, das Blatt Papier, respektive der Bildschirm des Textverarbeitungsprogramms bleibt weiß. Entsetzen! Eine Schreibblockade!

Dennoch: Ein paar Texte müssen noch fertig gestellt werden. Aber wie?

Dafür biete ich folgende Checkliste an:

•Checkliste „Blockaden“
1.Welche Sorgen oder Aufgaben lähmen mich?
2.Welche unangenehmen Aufgaben kann ich schnell abarbeiten, um für die spannenden Dinge frei zu werden?
3.Welche Aufgaben kann ich delegieren?
4.Was beeinträchtigt meinen Elan?
5.Was bringt mich in Schwung?
6.Zu welchen Zeiten bin ich in Hochform?
Hilft Ihnen das noch nicht weiter?
Dann schauen Sie mal unter http://de.wikipedia.org/wiki/Ideenfindung nach. Hier können Sie ein paar Techniken erlernen, mit denen Sie Blockaden bei der Ideenfindung bekämpfen können. Viel Erfolg!

Namen sind weder Schall noch Rauch

Über die Bedeutung von Namen habe ich schon häufiger geschrieben, auch speziell was Firmennamen betrifft. Jetzt fühle ich mich unterstützt von einer aktuellen Studie des Reiseportals HolidayCheck.de, die untersucht haben, ob es Hotelnamen gibt, die beliebter sind als andere.

Das Ergebnis sprach für traditionelle Hotelnamen, angeführt vom „Hotel zur Post“ oder andere Kombinationen mit der Post wie etwa „Gasthof Post“. Danach folgt die „Krone“ in allen Verbindungen vor der „Linde“, also auch „Alte Linde“ oder „Zur Linde“.

Markennamen von Hotelketten wie Accor, Ibis, Dorint oder Mercure schneiden dagegen schlechter ab. Phantasienamen sind demnach weniger gefragt als traditionelle Bezeichnungen.

Ich überlege gerade ernsthaft, ob ich mein Unternehmen umfirmieren soll zur „Text-Post“ oder „Schriften-Krone“. Sollten Sie zu dieser Meldung eine Frage haben, poste ich Ihnen gerne etwas Text in gefälligen Schriften hinüber.

Journalistische Arbeit hat ihren Wert

Sie haben möglicherweise verfolgt, dass derzeit für die Beschäftigten bei den Tageszeitungen Tarifverhandlungen stattfinden. Dabei möchten die Arbeitgeber ein neues Tarifkonzept einführen, bei dem Berufseinsteiger mit 25% weniger Gehalt zufrieden sein sollen. Für Journalisten, die den Verlag wechseln, müssen danach auch neue Verträge mit dem Abschlag vereinbart werden.

Klar, dass die Arbeitnehmer die Einführung einer Zweiklassen-Redaktion nicht mitmachen wollen. DJV und die DJU in ver.di finden, dass journalistische Arbeit ihren Wert hat.

Viele der Tageszeitungsredakteure haben eine regelrechte Ochsentour hinter sich, bis sie eine Festanstellung erhalten haben: freie Mitarbeit ohne Vertragsverhältnis, Studium, Volontariat, freie Mitarbeit mit Vertrag und dann erst die Übernahme auf einen festen Platz in einer Redaktion.

All das sind Gründe, weshalb die gegenwärtigen Verhandlungen nicht weiter kommen.

Da die Tagespresse nicht über den Fortgang der Verhandlungen berichtet, empfehle ich Ihnen zur aktuellen Information die Seiten der Journalistengewerkschaft DJV (www.djv.de).

Nachhaltigkeit darf keine leere Hülse sein

Lieblingswort in vielen Marketingabteilungen ist Nachhaltigkeit. Doch was wird darunter verstanden? Was wird konkret unternommen, um den hohen Anspruch zu erfüllen?

Dieser Tage erschien beim Medienmagazin w&v eine Studie zum Thema mit interessanten Ergebnissen, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Sie finden sie unter www.wuv.de/nachhaltigkeit

Bei der Erhebung der beteiligten Fachleute kam man zum Schluss, dass sich der Faktor Nachhaltigkeit nur durchsetzen kann, wenn er richtig kommuniziert wird. Wenn man genau beschreibt, welche Vorteile nachhaltiges Wirtschaften bringt, lassen sich potenzielle Kunden leichter überzeugen. So stimmt es beispielsweise nicht, dass Nachhaltiges auch immer teurer sein muss.

Richtig kommuniziert, kann das Element Nachhaltigkeit Ihrer Marke nutzen. Man muss es halt „richtig“ machen.

Beschwerden wirken, wenn die Worte treffen

Haben Sie sich schon mal bei einem Lieferanten beschwert? Mussten Sie eine Ware oder eine Dienstleistung reklamieren?

Funktioniert ein Toaster nicht, geht man ins Geschäft, in dem man das Gerät erstanden hat und wickelt die Reklamation rein mündlich ab.

Schwerer ist das, wenn es um komplexere Leistungen geht. Bei großen Geschäften kann es auch um viel Geld gehen. Wie reklamiert man da erfolgreich? Ich empfehle Ihnen, sich dafür einen professionellen Textbegleiter zu nehmen. Der kann mit Sinn für die Sprache und Gefühl für die Sache sowie Einfühlungsvermögen für die Beteiligten entwerfen, beschreiben und argumentieren.

Ziel einer professionell vorgebrachten Beschwerde ist, dass Sie am Ende nicht schlechter gestellt sind als zuvor ohne den juristischen Weg beschreiten zu müssen.

Lange Sätze gehören der Vergangenheit an

Ich propagiere stets, dass man möglichst kurze Sätze schreiben sollte. Ein gutes Beispiel für schlechte Schachtelsätze fand ich heute in der Stuttgarter Zeitung. Es stammt vom Literaturnobelpreisträger Theodor Mommsen  und ist aus dem Jahr 1902. Damals waren  solche Sätze normal:

Rings um das mannigfaltig gegliederte Binnenmeer, das tief einschneidend in die Erdfeste den größten Busen des Ozeans bildet und, bald durch Inseln oder vorspringende Landfesten verengt, bald wieder sich in beträchtlicher Breite ausdehnend, die drei Teile der Alten Welt scheidet und verbindet, siedelten in alten Zeiten Volksstämme sich an, welche, ethnografisch und sprachgeschichtlich betrachtet, verschiedenen Rassen angehörrig, historisch ein Ganzes ausmachen.

Wissen Sie am Ende des Satzes noch, was alles drinstand? Sollten Sie dieser Tage auf einen ähnlichen Schachtelsatz stoßen, nennen Sie mir seinen Autor. Ich werde ihn beraten.