Wie entstehen Markennamen? (2)

Manchmal tauchen im Markt auch eher belustigende Sachen auf. Sprichwörtlich im Markt erschien dieser Tage die Wurst „Black Puty“ vom Hersteller Wiesenhof. Diesem Namen kann ich leider keine Sympathie abgewinnen, auch wenn ich ansonsten Putenwurst gegenüber durchaus aufgeschlossen bin.

Anderer Fall: MAN hat gerade einen Luxusbus kreiert, in dem künftig die ersten Mannschaften der Fußball-Bundesliga zu ihren Spielen kutschiert werden sollen. Dieser MAN wird am Wochenende auf der IAA in Hannover vorgestellt und rollt dann für Bayern München, den HSV, Borussia Dortmund, den VfL Wolfsburg und den 1. FC Kaiserslautern. Das Luxusgefährt sollte baldmöglichst einen Namen bekommen. Sachdienliche Hinweise erbeten an die Agentur Junipergroup aus Berlin. Mir fällt da nur etwa völlig naheliegendes ein: MAN-schaftsbus. Oder ist das abwegig?

Wie entstehen Markennamen?

Neugierige Fragen ranken sich immer wieder um die Entstehung von Markennamen. Wie es zu Persil (Kombination aus Perborat und Silikat) oder Snickers (nach dem Lieblingspferd der Familie Mars), Aspirin (nach dem lateinischen Namen für „Echtes Mädesüß“ „Spire“) oder Nivea (latein. Adjektiv zu niveus zu nix, nivis „Schnee“) kam, kann man bei Wikipedia nachlesen, wo ich auch für diese Beispiele nachgeschlagen habe: www.wikipedia.de

Häufig werden Produktnamen aus gängigen und zeitgemäßen weiblichen Vornamen gebildet und das quasi für jede Produktkategorie, die man sich vorstellen kann, vom Parfum zum Toilettenpapier, vom Feingebäck zum Gartenstuhl. Martin Rathscheck hat Produkte mit internationalen weiblichen Vornamen zusammen mit Silke Kramer gesammelt und auf der Website www.damennamen.de veröffentlicht. Schauen Sie selbst, was es da alles gibt.

Selten gibt es existierende Frauen, die Namenspaten für Produkte waren, wie es etwa bei Melitta Bentz oder Mercedes Jellinek der Fall war.

Sollten Sie selbst mal einen Namen für ein Produkt oder eine Dienstleistung benötigen, bitten Sie den Autor dieses Blogs um Unterstützung. Meinen ersten Markennamen habe ich bereits 1979 erfunden mit „Rüssel-Rock“, ein Umsonst-und-draußen-Festival, das von 1979 an zehn Mal an den Rüsselsheimer Mainwiesen stattgefunden hat.

Wie vermeidet man Rechtschreibfehler?

Wie kann man sich sicher sein, dass die selbst verfassten Texte korrekt sind? Erzähle ich hier etwas, was Ihnen selbstverständlich ist? Wenn dem so wäre, dann müssten ja alle Texte, die mir auf den Schreibtisch kommen oder auf dem Bildschirm erscheinen von der Rechtschreibung her perfekt sein. Sind sie aber nicht. Warum?

Viele der Autoren lesen ihre Texte nach dem Schreiben nicht noch einmal zur Kontrolle durch. Oder, wenn sie sie durchlesen, dann überlesen sie Fehler, weil sie keine Irrtümer vermuten. Wenn Leute zum Texten eine Textverarbeitungssoftware benutzen, dann schalten sie die Rechtschreibkontrolle nicht ein. Diese findet zwar nicht alle Fehler, aber viele der gröbsten Schnitzer wie etwa Buchstaben-Auslassungen werden gefunden und können ausgemerzt werden.

Bei Zweifelsfällen sollte man auch mal ein Buch zur Hand nehmen, beispielsweise den Duden. Die aktuelle Ausgabe des Rechtschreib-Dudens ist nicht nur eine Auflistung von Wörtern, er gibt auch nähere Auskunft über sie, was ein Begriff oder eine Abkürzung bedeutet. Auch erfährt man, welche Schreibweisen nach alter oder neuer Rechtschreibung verwendet werden dürfen.

Häufig falsch geschriebene Wörter findet man auf einigen Websites wie etwa auf www.schreibfehler.info. Auf die richtige Adresse (nicht Addresse) kommt es an, der falsch geschriebene Silvester (nicht Sylvester) macht mich agressiv (und nicht etwa aggressiv).

Es gibt Wörter, die kann man sich nur schwer vorstellen

Gibt es ein Wort im Deutschen mit vier „ü“? Wer nicht schon das Foto entdeckt hat, wird das abstreiten. Im Urlaub sah ich jedoch dieses reguläre Straßenschild in Maasholm an der Schleimündung (Schleswig-Holstein). Zugegeben, das ist ein plattdeutscher Ausdruck, passt aber in die Region. Ähnliche kuriose Straßennamen gibt es auch in anderen Teilen des deutschsprachigen Raumes.

Wo ich allerdings noch etwas herumrate ist, was bedeutet nun „Tüünlüüt“? Kann mir jemand der Mitleser auf die Sprünge helfen?

Was sind wichtige Faktoren in Ihren Werbetexten?

Bei Unternehmenstexten wird oft um das eigentlich Wesentliche herumgeredet. Die wirklich harten Fakten werden dabei nicht erwähnt. Gut, – manchmal gibt es einen Anlass dafür, um den heißen Brei herumzureden. Aber in den meisten Fällen sollten Sie knapp aber korrekt die wichtigsten Faktoren Ihres Unternehmens benennen. Welche sind das?

1) Preis-/Leistungsverhältnis,
2) Kundenfreundlichkeit,
3) Leistungsfähigkeit inklusive Termintreue und evtl. Lagerkapazitäten,
4) Qualitätsbewusstsein,
5) Servicegedanken,
6) Alleinstellung besonderer Leistungen,
7) Ökologie (Naturnähe, Energiebewusstsein, Nachhaltigkeit),
‚8) komplette Adressdaten inklusive Bankverbindung und Steuernummer,
9) Garantie und Kulanz,
10) Nachbetreuung der Kunden

Nicht alle Punkte müssen in jedem Schreiben relevant und damit einer Erwähnung wert zu sein. Sie sollten sie dort, wo sie für Ihr Unternehmensprofil von Bedeutung sind, jedoch immer ansprechen.
Bei Erstinterviews mit meinen Kunden spreche ich diese harten Faktoren an, damit wir sie gemeinsam in den zu erstellenden Texten herausarbeiten und einfließen lassen können.

In Krisen zeigt sich, wer in der Öffentlichkeit das Beste draus machen kann

Ölkatastrophen, Rückrufaktionen bei PKW-Marken, Unreinheit in Lebensmitteln oder „schwarze Schafe“, die ganze Branchen in Misskredit bringen: All das sind Situationen, die einer überlegten Krisen-PR bedürfen. Reagiert man richtig, kann man den Schaden klein halten oder – wie 1998 nach der Elch-Test-Panne der Mercedes A-Klasse – sogar noch einen Imagegewinn daraus ziehen. Reagiert man dagegen falsch, kann man den Schaden dauerhaft vergrößern.

Den deutschen Unternehmen, die Öffentlichkeitsarbeit machen, wird nachgesagt, nur wenige verstünden etwas von Krisen-PR. Das mag wohl stimmen, weil das Gros der Pressetexte eher „Schönwetter-PR“ ist. Ein neues Produkt kommt in den Handel, ein Dienstleister weitet seinen Service aus oder ein beliebter Filialist eröffnet eine neue Niederlassung. Das lässt sich alles problemlos texten, obwohl jeder Text noch optimiert werden könnte.

Aber wo sind die feinfühligen Texter, die sensibel beschreiben können, wie betroffene Unternehmen aus einer Katastrophe, einem Gerücht oder einer Rückrufaktion lernen und Verbesserungen eingeleitet haben? Die Texte und Maßnahmen, die hier zum Ziel führen, Kunden zu halten und das Image wieder herzustellen, müssen wesentlich komplexer sein. Krisen-PR geht über das normale Offerieren hinaus, muss auch Kanäle nutzen, die bei Neueinführungen tabu sind, – etwa Wohltätigkeitsaktionen, die die Aufklärungsarbeit begleiten können und das geschüttelte Unternehmen wieder in ein besseres Licht rückt.

Auf dem Sektor Krisen-PR habe ich einige Erfahrungen. Damit decke ich zwar nicht jeden Fall ab, biete aber Gesprächsbereitschaft an, um schnell zum notwendigen Imagewechsel zu gelangen.

Schädliches in der Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit, – oder Public Relations (PR), – dient in erster Linie der Imageverbesserung eines Unternehmens oder einer seiner Marken. Mit unehrlichen Aussagen in der PR erreicht man häufig das Gegenteil der beabsichtigten Zielsetzung. Was wirkt nun unehrlich oder ist sonst dem Image abträglich?

Übertreibungen und Superlative: Man soll zwar Vorteile herausstellen, aber die Vorteile sollen auch noch nachvollziehbar sein und sich überprüfen lassen.

Verächtlichmachen von Wettbewerbern: Ich rate davon ab, Vergleiche mit konkreten Wettbewerbern anzustellen. Das geht spätestens nach hinten los, wenn ein Wettbewerber reagiert und seine Waren verbessert und auch eine bessere PR dafür betreibt.

Einen Mehrwert herausstellen, den es eigentlich nicht gibt: Nennt man ein Unternehmen in einem PR-Text kundenfreundlich, beim Praxistest der Leser erweist sich das Unternehmen aber als den Kunden wenig entgegenkommend, so wird nicht nur der Mehrwert nicht erfüllt, – das ganze Unternehmen leidet unter dieser falschen Versprechung.

Auf Kundensicht verzichten: Ein Kunde ist sensibel. Wird er enttäuscht, lässt er es den Verkäufer meist nicht einmal merken. Er stimmt mit seinen Füßen ab, die den Laden des Verkäufers nicht mehr betreten, falls er enttäuscht wurde. Deshalb rate ich dazu, immer auch die Kundensicht einzunehmen und sich Fragen zu stellen wie: Was könnte ein Kunde an meiner Aussage falsch verstehen? Wo könnte eine sinnvolle Information zum Unternehmen oder zur Ware fehlen, ohne die der Kunde sich nicht zum Kauf entscheiden würde? Welche Nebensächlichkeiten für den Unternehmer könnten für einen Kunden ein wesentlicher Grund dafür sein, es trotz Kaufinteresse nicht zum Abschluss kommen zu lassen.

Werbung mit nicht authentischen Personen: Würden Sie zum Stammkunden des Bäckers im Nachbarort werden, wenn der damit werben würde, dass ein Hollywoodstar bei ihm einkehrt? Kaufen Sie einen Joghurt deshalb, weil angeblich auch ein Fußballstar ihn isst? Wenn Sie Testimonials verwenden, also Aussagen von real existenten Menschen zu Unternehmen oder Waren, dann müssen die Personen auch zu den Firmen, Produkten oder Dienstleistungen passen.

Offene Kommunikation beim Bloggen

Nichts ist schädlicher in einem Blog als nur von den eigenen Leistungen und Erfolgen zu sprechen. Solche Einträge will selbst der beste Freund nicht freiwillig lesen. Das ist wie die Geschichte damals im Urlaub auf Mallorca: hundert Mal gehört und hundert Mal damit Zeit vergeudet. Was sie auch nicht sein dürfen: ein öffentliches Firmenarchiv mit Umsatzzahlen und Messeauftritten. Damit sind schon mal die wesentlichen Dinge genannt, die in Blogs vermieden werden sollten.

Blogs müssen offen sein für Kritik, für faire Auseinandersetzung. Sie können im Plauderton von der Arbeit und den täglich neu gemachten Erfahrungen berichten, aber bitte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger und dem Hinweis: „Wir machen alles richtig und die Wettbewerber begehen immer wieder irgendwelche Fehler.“

Blogs sind auch gut geeignet dazu, sich im eigenen Netzwerk auszutauschen. Haben andere Mitglieder Ihres Netzwerkes auch Blogs, dann können Sie eine Art Ping-Pong-Spiel von Blog zu Blog veranstalten. Im Endeffekt profitieren beide davon.

Dürfen Werbetexte alles? – Ja! Wenn sie verständlich bleiben

Dieses Foto entstand gestern in Flensburg. Auch wenn „Abbes Bein?“ sprachlich höchst inkorrekt ist, so versteht doch jeder sofort, was damit gemeint ist. Deshalb ist dagegen nichts einzuwenden. Wollte man hier sprachlich korrekt bleiben, müsste man schon sehr viel mehr Wörter verwenden, wie etwa „Fehlt einmal ein Bein…“ und dann wäre der Text so umfangreich, dass er nicht mehr auf einen Blick erfasst werden könnte.

Hier werden Kunden ernst genommen (1)

Auf Autobahnen kann einem vieles passieren. Und mancher Umstand ergibt schnell eine Anekdote, die für alle, die auf diesen Straßen täglich arbeiten. nicht wirklich amüsant ist.
Umso erstaunter war ich dieser Tage, als ich am Rasthaus Kassel-Ost der A7 eine Quittung erhielt, auf dem der Vermerk stand:
„Senden Sie uns Ihre Anregungen per E-Mail an: kassel.ost@…..“
Das ist doch mal eine sehr positive Aufforderung an die Kunden und Zeichen für guten Service. Hier werden sie nicht gegängelt, sondern tatsächlich ernst genommen. Man gibt ihnen auch die Möglichkeit, noch im Nachhinein Anmerkungen los zu werden. Wer so eine Möglichkeit für Kritik zulässt, so schließe ich, wird auch alle Einsendungen lesen.
Für mich ist dieser Kassenzettel Anlass, eine lose Serie mit ähnlichen Fällen zu beginnen.
Und was hält Sie davon ab, die Quittungen, die Sie so im Laufe eines Tages erhalten, näher zu betrachten?