Klare Texte überzeugen Kunden

Hier erfahren Sie stets aktuell, warum treffende Texte gut für Ihr Geschäft sind. Solche Texte, die treffen, sind meist keine langen Texte. Ich empfehle gerne das Kürzen. Oft stoße ich auf Gebilde, die zu viel Fachsprache oder Allgemeinplätzchen benutzen. Mit beiden werden Sie nur wenige Interessenten erreichen. – Lassen Sie sich deshalb von einem professionellen Textbegleiter beraten, hier auf dieser Seite oder persönlich.

Ganz aktuell: Zu meinem ersten Aufsatz in dem Wirtschafts-Fachbuch: „Unternehmenserfolg und Gelassenheit“* zum Thema Storytelling habe ich eine gleichnamige Rubrik eingerichtet, die nach und nach ausgebaut wird. Womit? – Mit Geschichten.

Dieter Gellermann

* Link: http://www.perspektive-mittelstand.de/Fachbuch-Unternehmenserfolg-und-Gelassenheit-erscheint/pressemitteilung/66156.html

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Modebegriffe – ab in den Giftschrank

Immer wieder rege ich mich über scheinbar moderne Wörter auf, die bei näherer Betrachtung keine Aussagekraft haben oder eine falsche. Dazu gehören ergebnisoffen, proaktiv, alternativlos oder auch der Zusatz „to go“. Bleiben wir bei der letzten Kreation. Da wissen offensichtlich viele nicht, was es bedeutet. Wie sonst wären die mehrfach gesichteten Schilder entstanden mit dem Wortlaut: „Kaffee to go – auch zum Mitnehmen“. Und Seminare oder Workshops „to go“ müssen zum Davonlaufen sein. Also ist dies schon einmal verzichtbar.

Sie kennen „alternativlos“ noch nicht? Das war aber bereits das Unwort des Jahres 2010. Wer es verwendet hat und gar auch heute noch benutzt, schlägt damit alle anderen Argumente kaputt, will die Diskussion beenden und auch nicht mehr auf Fragen eingehen. Alternativlos ist das Totschlagargument und wer das nicht glaubt, ist nicht mehr zu retten. – OK. Da habe ich mir jetzt einen Spaß erlaubt. Aber ist sehe keine Alternative als das Wort „alternativlos“ aus unserem Vokabular zu streichen. Kommen wir zu dem nächsten Wort und diskutieren es kurz, aber ergebnisoffen. Wer so argumentiert, nutzt eine gewagte rhetorische Finesse. Er gaukelt der Runde vor, dass noch keine Entscheidung getroffen sei, dass noch alles in die Waagschale geworfen werden kann, lässt sich in den Fällen – ich habe solche erlebt – aber selbst nicht  mehr umstimmen. Fazit: Wer ergebnisoffen diskutieren möchte, hat schon eine Meinung und die ist unabänderlich.

Vor einer wichtigen Diskussion sollte man das Feld so bestellen, dass am Ende das herauskommt, was man selbst erzielen möchte. Für diese Vorbereitungsarbeiten hat man sich in den letzten Jahren das Wort „proaktiv“ einfallen lassen. Wer es benutzt, möchte zeigen, dass er vorausdenkend ist, dass er der schnelle Hase aus dem Märchen ist, der gewinnen möchte. Nichts gegen eine gute Vorbereitung vor einer wichtigen Tagung oder Besprechung. Ich bewundere Leute, die im richtigen Zeitpunkt tolle Papiere aus dem Diplomatenkoffer hervorholen können. Agieren statt reagieren leuchtet mir noch ein, denn der Igel im Märchen hat begriffen, dass er gar nicht so proaktiv sein muss wie es der Hase gerne hätte. Ihm genügte es, seine Frau an dem einen Ende der Laufstrecke zu positionieren um den Wettlauf zu gewinnen. Der Hase war da sicher ganz proaktiv, genutzt hat es ihm nicht.

Fazit: Vermeiden wir Wörter, die wir gerne benutzen würden, weil sie gut klingen und gerade in Mode sind. Gift ist es, wenn wir Worte verwenden, deren Bedeutung wir nicht kennen und wegen dieser Wissenslücke aufs Glatteis gelangen. Alle vier Modebegriffe aus diesem Beitrag gehören deshalb in den Giftschrank. Bitte nicht mehr verwenden. Lieber treffendere Worte wählen, die auch verstanden werden.