Neben Denglisch jetzt auch Austro-Englisch entdeckt

Gegen Texte und Aussagen in reinem Englisch oder durchgehend in Deutsch gibt es nichts einzuwenden. Schlimm wird es häufig, wenn man beide Sprachen vermischt, manchmal sogar im Firmen- oder Kampagnennamen. So hat die Bäckerei Lang (Stuttgart) zur Fußball-WM mit den Worten „Happy Brotday“ zum Genuss aufgefordert. Diese denglische Verquickung erwartet man nicht von solch bodenständigen Handwerkern und wird hoffentlich bald überholt sein.

Aber es geht immer noch schräger: In Tübingen-Lustnau – und an anderen Orten – gab es einmal einen „Wienerwald“. Diese Restaurant-Kette besaß bis in die 70er Jahre eine der wertvollsten Marken und das nicht nur im deutschen Sprachraum. Inzwischen ist der ursprüngliche Name verschwunden und ersetzt durch ein Mischmasch aus Österreichisch und Englisch. Die Kette, bzw. was von ihr übrig geblieben ist, heißt jetzt „HendlHouse“ (http://www.hendlhouse.com/). Geht man auf die Speisekarte, so findet man noch mehr Austro-Englisch wie etwa „Hendl to go“, „Cowboy Hendl“ oder „HendlNuggets“. Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten attraktiverer Wortwahl ohne zwei Sprachen zu vermischen.

Lesen als berufliche Grundkompetenz

Hätten Sie gedacht, dass es vier Millionen Menschen in Deutschland gibt, die keine längeren Texte lesen und verstehen können? Ein Forschungsprojekt der Mainzer Universität ist auf diese erschreckend hohe Zahl gekommen, die bedeutet, dass jeder zwanzigste Mitbürger zumindest funktionaler Analphabet ist. Diese Menschen kennen zwar die Buchstaben und können auch Markennamen und kurze Hinweise bis hin zu Schlagzeilen lesen, bei längeren Sätzen müssen sie aber passen.

In unserer technischen Arbeitswelt sind die Betroffenen verloren und auf die Unterstützung anderer angewiesen. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein. Um die Defizite zu verbessern, gibt es spezielle Schulungen, die auch funktionalen Analphabeten helfen, ihre Lesekompetenz zu verbessern. Das Manko liegt teilweise auch an der schlechten Wahrnehmung beim Texterfassen. Wenn Leser Worte eher als Bilder denn als zusammenhängende Buchstaben erkennen, sind Verwechslungen leicht möglich. Abhilfe kann nur regelmäßiges Training bringen mit zunehmend schwereren Texten, längeren Sätzen und komplexeren Sachverhalten. Doch dafür, – so eine Aussage der Analphabetie-Forscher, – fehlen die geeigneten Unterrichtsmaterialien.

Werbeverzicht zieht Marken nach unten

Sie erinnern sich an die „vergleichende Werbung“, die uns Renault in den letzten Jahren präsentiert hat: Bei Crashtests wurde die französische Weißbrotstange mit deutscher Weißwurst und japanischem Sushi verglichen, indem man die Esswaren einfach gegen eine Wand krachen ließ. (http://www.youtube.com/watch?v=jrcAuoMNAHY)

Das Baguette schnitt dabei gut ab und brachte der Automarke Sympathien ein. Inzwischen sind diese Werbefilmchen eingestellt worden. Welche Wirkung hat das für den Franzosen gebracht? Die Zulassungszahlen sind – nicht nur wegen des Abschlusses der Abwrackprämie – dramatisch zurückgegangen.

Für Insider ein Zeichen dafür, dass Werbung erforderlich ist und nötig ist, einen einmal erreichten Level an Bekanntheitsgrad beizubehalten. Mag sein, dass Renault am falschen Punkt gespart hat.

Im Netz besser auffindbar sein durch Texte in Internet-Presseportalen

Internet-Presseportale stellen die Fortsetzung von Pressefächern auf Kongressen und Messen dar. Sie sollen Unternehmen und deren Kompetenzen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Diesen Service kann man durch spezielle Dienstleister (Online-Journalisten) erledigen lassen, aber durchaus auch selbst bewältigen.

Zur Organisation solcher Dienste: Bei fast allen Portalen muss man sich anmelden, kann sie nach einmaliger Anmeldung aber immer wieder nutzen. Damit soll die Ernsthaftigkeit der Meldungen geprüft werden. Die Beiträge werden regelmäßig überprüft, deshalb kann auch mal einer abgelehnt werden. In jedem Fall ist einzukalkulieren, dass es von der Einreichung bis zur Veröffentlichung etwas Zeit verstreicht.

Die Haupteffekte von Internet-Pressetexten liegen darin, dass sie über Wochen im Internet stehen und Ihre Auffindbarkeit im Netz verbessern. Meiner Erfahrung nach erreicht ein solcher Text nach etwa drei Tagen das Optimum der möglichen Platzierungen. Danach sinkt er langsam ab. Einzelne Meldungen schaffen es, auch nach Jahren noch auffindbar zu bleiben.

Um eine solche Auffindbarkeit zu erleichtern, müssen die Beiträge angemessen und ehrlich getextet sein. Suchmaschinen bemerken zu häufige Wortwiederholungen, reagieren auf Effekthascherei negativ und favorisieren Texte in der Länge von etwa einem DIN A 4-Blatt, – kürzere und längere haben weniger Chancen auf ein positives Echo und Ranking.

Und wenn dann der ganze Text steht, könnte ein Foto, das Firmenlogo oder eine Tabelle das gesamte Werk noch abrunden. Wichtig: Sie können von Ihrer Homepage natürlich auch Links zu den Internet-Presseportalen und -berichten legen.

Sie können gerne probieren, eigene Texte in Presseportale einzustellen, wenn Sie professionelle Betreuung bevorzugen, so freue ich mich über Ihren Kontakt.

Und hier eine Übersicht über eine ganze Reihe aktueller deutschsprachiger Presseportale:

www.prcenter.de

www.openpr.de

www.pr-inside.com

www.online-artikel.de

www.firmenpresse.de

www.presseanzeiger.de

www.news4press.com

www.live-pr.com

www.perspektive-mittelstand.de

www.pressebot.net

www.magazin-metropolregion.de

www.pressehof.de

www.yourpr.de

www.inar.de

www.userzeitung.de

www.presseanfragen.com <— 2010 gestartet

www.reizkraft.com <– auch 2010 gestartet

Bitte nicht alle mit dem gleichen „Futter“ versorgen, Texte und auch Grundinhalte und Fotos abwandeln und jeweils maximal fünf Portalen anbieten.

Dieter E. Gellermann