Ist Ihre Website bloß ein Schaufenster?

Wenn ich mir Firmenwebseiten anschaue, dann fällt mir nicht nur auf, dass viele völlig unverständlich getextet sind. Ein für mich schnell ersichtlicher Unterschied von Webauftritten ist, dass manche reine Firmenschaufenster sind. Da wird formuliert wie für das interne „Schwarze Brett“. Diesen Verantwortlichen ist ziemlich egal, was mitlesende Kunden verstehen oder interessiert.

Aus meiner täglichen Übung heraus weiß ich, dass man Kunden wie Zufallsleser direkt ansprechen muss. Dafür gibt es manche Tricks. Einen verrate ich hier, weil ich ihn auf von mir getexteten oder überarbeiteten Seiten schon oft angewandt habe. Es zahlt sich für die Akzeptanz beim Leser aus, wenn man mit ihm in einen kurzen Dialog tritt. Zu dem Firmenhintergrund lasse ich mir drei Fragen einfallen, wie sie wohl die meisten Interessenten oder noch nicht so gut informierte Kunden stellen würden. Ebenso  kurz und klar folgen die Antworten.

Drei Fragen und drei Antworten müssen ausreichen. Eine solch überschaubare Menge von Text ist auch gut zu lesen. Da steigt keiner schnell aus wie bei den häufigen Endlos-Erklärungen, die wohl jeder von uns kennt. Wenn Sie dann die Antworten noch etwas einrücken und so von den Fragen absetzen, haben Sie ihren Text noch etwas übersichtlicher gestaltet. Sie sparen sich hier auch Regieanweisungen wie „Kundenfrage: ….“ oder „Antwort des Unternehmens XY: ….“ Schön knapp gehalten kapiert jeder Leser schnell, wem welcher Part in den Mund gelegt wurde.

Mit drei Fragen und drei Antworten auskommen, wie soll das gehen? Natürlich kann man mit so knappen Mitteln nicht ganze komplexe Firmen bis in die kleinste Verästelung beschreiben. Dafür sind dann, – wenn nötig, – Unterseiten möglich. Aber die Hauptaspekte eines Unternehmens sind schon in drei Punkte zu packen. Das können erstens Leitbild und Motto des Unternehmens sein, zweitens aktuelle Ziele und drittens die Aspekte Nachhaltigkeit, Ökologie und Mitarbeiter, Bildung wie Wissenserweiterung sein. Mehr nicht.

Wenn Sie mir jetzt nicht glauben, nehmen Sie Ihr eigenes Unternehmen zum Maß-Stab oder ein bekanntes anderes. Sie werden sehen: Die Beschränkung auf drei Fragen und drei Antworten hat etwas, auch wenn man viel, viel Text in die Tonne treten muss.

 

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Nachhaltigkeit darf keine leere Hülse sein

Lieblingswort in vielen Marketingabteilungen ist Nachhaltigkeit. Doch was wird darunter verstanden? Was wird konkret unternommen, um den hohen Anspruch zu erfüllen?

Dieser Tage erschien beim Medienmagazin w&v eine Studie zum Thema mit interessanten Ergebnissen, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Sie finden sie unter www.wuv.de/nachhaltigkeit

Bei der Erhebung der beteiligten Fachleute kam man zum Schluss, dass sich der Faktor Nachhaltigkeit nur durchsetzen kann, wenn er richtig kommuniziert wird. Wenn man genau beschreibt, welche Vorteile nachhaltiges Wirtschaften bringt, lassen sich potenzielle Kunden leichter überzeugen. So stimmt es beispielsweise nicht, dass Nachhaltiges auch immer teurer sein muss.

Richtig kommuniziert, kann das Element Nachhaltigkeit Ihrer Marke nutzen. Man muss es halt „richtig“ machen.

Aus der Phrasendreschmaschine

Es gab zu allen Zeiten Begriffe, die man „benutzt“ hat, ohne über diese Wörter nachzudenken. In der Hochzeit der 68er war das etwa das „Hinterfragen“, heute ist dies die Transparenz oder die Nachhaltigkeit. Es wird ergebnisoffen diskutiert bis manche kommunikative Unschärfe transparent wird. Daraus entwickelt man mit der entsprechenden Guidance mit klarer Visibilität und größtmöglicher Eigenverantwortung einen innovativen Ansatz, der natürlich auch klimaneutral sein muss. Ich bin ganz bei Ihnen, wenn Sie solch eine Win-Win-Situation realisieren. Oder doch nicht?

Sie merken, mit solchen Phrasen kann man viele Worte machen, aber nichts sagen.

Nur weil bestimmte Worte in Mode sind, heißt das noch lange nicht, dass man sie geballt verwenden muss. Bei meinen Texten lasse ich die Phrasendreschmaschine gerne ausgeschaltet. Glauben Sie mir, phrasenfreie Texte lesen sich leichter.